24.05.2024

Perspektivwechsel in der BBW-Kita "Gustav-Freytag-Straße 33a"

Heute besuchte Juliane Nagel, Mitglied des Sächsischen Landtags, die BBW-Kindertagesstätte in der Gustav-Freitag-Straße 33a, um sich im Vorfeld der Landtagswahlen mit den drängenden Herausforderungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung auseinanderzusetzen.

Ein zentrales Thema des Besuchs war der kritische Betreuungsschlüssel in Kindertagesstätten. Die Geschäftsbereichsleiter*in der BBW-Kindertagesstätten, Ines Naumann, betonte die Notwendigkeit, den Personalschlüssel anzupassen. Er darf in Zeiten von einem hohen Krankenstand der Fachkräfte nicht unterschritten werden. Der Kinderschutz und die Qualität der Betreuung müssen sichergestellt werden. „Der aktuelle Betreuungsschlüssel berücksichtigt u. a. keine krankheitsbedingten Ausfälle der Mitarbeitenden, die in Kitas häufig vorkommen.“

Die hohe Arbeitsbelastung, vor allem die psychische Belastung, führt zu einem teils erheblichen Krankenstand in den Einrichtungen. Diese Situation darf nicht zu Lasten der Familien gehen, die dann gezwungen sind, die Betreuung ihrer Kinder selbst zu übernehmen.

Ein weiteres wichtiges Gesprächsthema war die Kita-Sozialarbeit, die als Unterstützung für die Kita-Leitungen und Erzieher*innen notwendig wäre. Ariane Hohaus, Fachberater*in der BBW-Kindertagesstätten, wies darauf hin, dass man dem Kita-Qualitätsanspruch auch nicht gerecht werden könne, wenn Assistent*innen ohne jegliche pädagogische Ausbildung Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im Kitaalltag begleiteten. Hier muten wir den Assist*innen zu viel, indem sie sich den Herausforderungen ohne pädagogischen Hintergrund stellen müssen. Der Personalschlüssel müsse eigentlich so ausreichend sein, um diese zusätzlichen Anforderungen mit den eigenen Fachkräften abdecken zu können. Dafür fehle bei dem aktuellen Personalschlüssel aber leider die Zeit. „So ist keine echte Teilhabe für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf möglich.“

Die Politikerin betonte abschließend die Notwendigkeit, diese Themen im politischen Diskurs stärker zu berücksichtigen und Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch der Erzieher*innen und Familien gerecht werden.

Im Rahmen des Besuchs wurde auch das Forderungspapier des Kita-Bündnisses „Starke Kitas für starke Kinder“ an die Politikerin des Sächsischen Landtags übergeben.

Zu den Forderungspapieren

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Christine Heuer

Christine Heuer

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